Jugendliche aus Österreich: Erfahrungen in Albanien
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JMEM Österreich engagiert sich immer wieder mit einem Team von Jugendlichen in Albanien. Dabei kann man an die guten Erfahrungen anknüpfen, die schon früher gemacht wurden. Zum Beispiel war 2003 (genau: 6.-28. August 2003) eine Einsatzgruppe aus Österreich in Albanien. Hier Auszüge aus ihrem Bericht:
“Sommer Total” beim Missionseinsatz in Albanien
Auf dem Landweg passierten wir dafür 6 Grenzen und waren 22 Stunden unterwegs. Zusammen mit einem Team eines anderen Missionswerkes evangelisierten wir in einer Schule, in einer von Dominikanern geführten neuen katholischen Gemeinde und durch ein Kinderprogramm in einem Armenviertel. Außerdem verteilten wir Lebensmittel an arme Familien sowie 2 Kühe und 6 Schafe, die von Österreichern bezahlt wurden.
Als wir in der Naim-Frashera-Schule evangelisierten, erfuhren wir, dass genau in dieser Schule vor vielen Jahren eine Konferenz der Regierung stattfand, in der beschlossen wurde, das Christentum in Albanien ganz auszurotten. Später deklarierte Albanien sich zum ersten atheistischen Staat der Welt und gilt noch heute als “Armenhaus Europas”. Menschen wurden damals systematisch fertig gemacht und jeder, der herausragte, wurde “abgesägt”. Auch fast 13 Jahre nach Ende des Zwangsatheismus sieht man überall die Folgen im alltäglichen Chaos. Wir betrachten es als Fügung und Zeichen Gottes, dass wir ausgerechnet in dieser Schule zuerst evangelisierten.
Bei über 40° Celsius waren wir über die Mittagszeit gezwungen im Haus zu bleiben. Wir nutzen die Zeit für ausgiebige Fürbittzeiten und Mittagsschlaf, ohne die wir vieles sicher nicht durchgestanden hätten. Zwischen 11 und 16 Uhr fällt regelmäßig der Strom aus und auch außerhalb dieser Zeiten fehlen gelegentlich Strom und Wasser. Viele andere Dinge sind sehr gewöhnungsbedürftig; an die Not und Armut, die man sieht, gewöhnt man sich nie. Trotzdem hatten wir eine sehr erfüllte Zeit und erlebten die Kraft, den Schutz und den Frieden, der nur vom Gebet kommt.
Wir machten Bekanntschaft mit den örtlichen Dominikanern und gestalteten eine Evangelisation in ihrer noch im Bau befindlichen Kirche. Auch in der Zukunft würden wir gern mehr mit den Dominikanern machen. In ihrer Pfarrei sind Neubekehrte gut aufgehoben.
Außerdem würden wir gern (in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen) eine katholische Schule starten. Zwei unserer Mitarbeiterinnen sind Lehrer, eine davon war sogar Schuldirektorin in Österreich, bevor sie die Albanienarbeit startete. Ziel der Schule wäre es, durch Bildung möglichst viele Menschen “aufzubauen”, Weiterbildung für Lehrer aus dem ganzen Land anzubieten und Anlaufstelle für Vordenker und Veränderer zu werden.