Ein "SBCW-Café":
Das Quo-Vadis-Café in Cluj (Rumänien)
Im Logo: Der "Denker von Hamangia",
eine Skulptur aus der Zeit um 4000 v. Chr. (*)
Darum geht es: "A place to drink and think".
Seit April 2004 gibt es im Hurlacher JMEM-Zentrum einen Kurs mit dem Namen "Schule für Biblisch-Christliche Weltanschauung" (SBCW). Eine ganz andere Art, die uns umgebenden Weltanschauungen und Ideologien zu diskutieren und kritisch zu beleuchten, haben einige kreative JMEM-Mitarbeiter in Rumänien realisiert: Ein Cafe für Genießer und Denker. Jonathan Tame, der Leiter des Projekts, beschreibt dieses Projekt folgendermaßen:
Dieses besondere Café ist ein Platz, wo man sich entspannen, ein Tässchen Kaffee genießen und das Gebäck versuchen kann, das nach englischen, italienischen, amerikanischen und französischen Rezepten gebacken wurde. Die schöne Lage im Park mit seinen Lichtungen und seiner harmonischen Farbenpracht hat die einheimischen Handwerker und Künstler inspiriert, die für dieses Café die Inneneinrichtung und das Mobilar geschaffen haben.
Das Quo-Vadis-Café ist aber auch ein Ort zum Meditieren und Lesen; hier kann man über die Welt, die uns umgibt, nachdenken. Wir haben uns deshalb erlaubt, eine der ältesten rumänischen Skulpturen, den "Denker von Hamangia", zum Leitsymbol unseres Cafes zu machen. (Dabei haben wir nur eine kleine Veränderung erlaubt: Er hat natürlich eine Tasse Kaffee in der Hand ...)
"A place for thinkers old und new" - das ist unser Motto, denn hier finden Denker aller Zeiten und jeden Alters einen Platz. Um diese Idee zu unterstreichen, haben wir auch eine kleine Bibliothek mit Literatur in englischer Sprache zusammengetragen. Ihre Bücher und Zeitschriften behandeln vor allem die Wechselwirkung zwischen dem christlichem Glauben und dem gesellschaftlichen Leben. Schließlich ist diese Thematik heute genauso relevant und spannend wie eh und je - wie z. B. in der Zeit vor 2000 Jahren, in der die berühmte Quo-Vadis-Story spielt: Dieser Roman von Henryk Sienkiewicz beschreibt ja die Spannung zwischen der dekadenten Macht Roms und den mutigen Überzeugungen des frühen Christentums.
Einige Gedanken, die das Quo-Vadis-Projekt inspiriert haben, führen aber auch nach London, wo im 18. Jahrhundert Kaffeehäuser sehr populär waren und oft als "Penny Universities" bezeichnet wurden: Schriftsteller und Politiker, Studenten und Künstler kamen dort zusammen, um einerseits das neue Modegetränk - den Kaffee - zu genießen und um andererseits die Themen des Tages zu diskutieren. Genau das ist unsere Absicht und Hoffnung: Auch das Quo-Vadis-Café soll ein Ort sein, an dem scharfsinnige Diskussionen statt finden, an dem Ideen ausgetauscht und diskutiert werden, an dem man Fragen stellen und Antworten finden kann. Um diesen Zweck zu fördern, veranstalten wir in regelmäßigen Abständen entsprechende Events: z. B. Filmdiskussionen, Dichterlesungen, Kunstausstellungen oder Seminare mit einheimischen und ausländischen Referenten.
So ein Cafe ist zwar auch ein Geschäft und muss unternehmerisch rentabel geführt werden - aber unsere Ziele gehen über die Erwirtschaftung von Profit hinaus: Weil unsere Werte von der christlichen Ethik inspiriert sind, haben bei uns die Menschen die höchste Priorität. Das gilt nicht nur für unsere Gäste, sondern auch für unsere Mitarbeiter und für unsere Lieferanten. Kaffee ist ein wertvolles Handelsgut (fast so wichtig wie das Erdöl!) - und doch sind die Leute, die Kaffee anbauen, meist extrem arm. Deshalb verwenden wir nur Kaffee, den wir über Fair-Trade-Handelsgesellschaften beziehen, die den Kaffee-Bauern einen besseren Preis bezahlen. So hilft der Umsatz unseres Cafés den betreffenden Familien in Lateinamerika und Afrika, ein angemessenes Einkommen zu erzielen.
Wo kann man das Quo-Vadis-Café finden?
a) im Internet: www.quovadiscafe.ro
b) in Rumänien: Quo-Vadis-Café, str. M. Eminescu nr. 13, Cluj-Napoca, Romania (Tel./Fax: +40 264-450472, E-Mail: qvcafe@pcnet.ro)
* Der "Denker von Hamangia" - das Logo des Quo-Vadis-Cafés
Jonathan Tame beschreibt das Logo so: "Im Zentrum unseres Logos ist eine Karikatur des so genannten 'Denkers von Hamangia' zu sehen. Diese Skulptur wurde 1884 bei Straßenbauarbeiten in Südrumänien in der Nähe der Donau gefunden. Archäologen datieren die Entstehungszeit der Skulptur auf etwa 4000 v. Chr. Wir haben dieser Symbolfigur, die in Rumänien allgemein bekannt ist, eine Kaffeetasse in die Hand gedrückt, um klar zu machen, was das Quo-Vadis-Café ist: a place to drink and think."