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ethische Grenzen für Gentechnik und Fortpflanzungsmedizin
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Aus der Zeitschrift DER AUFTRAG Nr. 82, S. 22-26: Interview mit Prof. Dr. Siegfried Scherer „Wir sollten unsere Besorgnis aktiv zum Ausdruck bringen ..." Ein Biologe über Forschungsrisiken, die Würde der Schöpfung und ethische Grenzen für Gentechnik und Fortpflanzungsmedizin Wie sieht Ihre Forschungsarbeit aus und welches Ziel hat sie? Ich arbeite mit Mikroorganismen. Bei uns im Institut haben wir uns auf bakterielle Krankheitserreger spezialisiert, die wir gentechnisch verändern. Dadurch wollen wir herauszufinden, wie diese Erreger wirken und wie sich der Mensch vor ihnen schützen kann, wenn solche Erreger z. B. in Lebensmitteln auftreten. Der Umgang mit Erbmaterial ist schon etwas Besonderes: Wir benutzen Techniken, die auch ein Gefährdungspotenzial beinhalten. Am Anfang der Bibel lesen wir, dass Gott dem Menschen den Auftrag gab, die Erde zu bevölkern und über Tiere und Pflanzen zu herrschen. Verstehen Sie Ihre Forschungstätigkeit im Rahmen dieses so genannten "Kulturauftrags" nach 1. Mose 1,28.29? Daran habe ich überhaupt keinen Zweifel, sonst würde ich das als Christ nicht machen. Auch die Veränderung von Genen gehört zu diesem Auftrag, den Gott den Menschen gegeben hat: Wir sollen die Schöpfung bebauen, aber auch bewahren. Beides gehört zusammen. Und deshalb müssen wir, wenn wir gentechnisch arbeiten, genauso auch den Bewahrungsauftrag berücksichtigen. Das sieht praktisch so aus, dass ich bestimmte Experimente nicht mache, wenn ich befürchten muss, dass ich die Schöpfung dadurch vielleicht stören würde. Ich muss mich fragen: Welche Produkte, die man erzeugen könnte, könnten das Gleichgewicht der Schöpfung stören? Solche Experimente würden dem Bewahrungsauftrag widersprechen, man darf sie nicht machen. Gibt es diese Problematik schon heute - z. B. bei Ihnen in der täglichen Forschungsarbeit? Ich will jetzt von meinem eigenen Forschungsbereich ausgehen: Wir könnten mit Hilfe gentechnischer Methoden gezielt Krankheitserreger herstellen, die für Menschen ein ungeheures Gefährdungspotenzial darstellen. Bestimmte Experimente mit Krankheitserregern könnten aber auch für Tiere eine Gefahr bedeuten; solche gentechnischen Veränderungen dürfen wir ebenfalls nicht vornehmen. Wir könnten Pflanzen so verändern, dass sie Gifte produzieren. Wenn diese Gifte dann in einer unkontrollierbaren Weise gegen Insekten wirken und den ökologischen Zusammenhang stören, dann dürften wir so etwas nach meiner Meinung auch nicht tun. Kann man überhaupt exakt abschätzen, welche Wirkung ein gentechnisches Experiment hat? Grundsätzlich gilt: Wir Naturwissenschaftler können nicht alle Folgen unserer Tätigkeit voraussehen. Wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir zugeben: In vielen Bereichen wissen wir furchtbar wenig - zu wenig. Es könnten also auch gefährliche Entwicklungen auftreten. Darauf müssen wir gefasst sein; das müssen wir den Menschen in unserem Land auch ehrlich sagen. Soweit wir Risiken abschätzen können, dürfen wir auch Experimente durchführen. Ich bin sicher, dass viele Kollegen nach bestem Wissen und Gewissen eine Risiko-Abschätzung machen. Aber es gibt auch Biologen, denen der vordergründige Effekt wichtiger ist als eine in die Tiefe gehende Risiko-Abwägung. Und deshalb hat der Gesetzgeber die Aufgabe der Vorbeugung und der Kontrolle. Sind Sie zufrieden mit den Richtlinien, die es gibt? Oder wären Verbesserungen nötig? Da gibt es große Unterschiede: Die Richtlinien sind in Ordnung im Bereich der Produktion von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln - da sind sie meines Erachtens sogar strenger, als es notwendig wäre. Auch in unserem Forschungsbereich, also in der Mikrobiologie, sind die Richtlinien gut und vernünftig, ebenso in der Pflanzenzüchtung. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Problematik der gentechnischen Veränderungen menschlicher Zellen. Da ist die Forschung auf einem gefährlichen Weg. Welche falschen Weichenstellungen wurden schon vorgenommen? In unserem Land haben wir immer noch eine relativ gute Gesetzgebung, z. B. für die Embryonenforschung. Ich habe allerdings Bedenken, dass die weit lockerere Gesetzgebung, die es in anderen Ländern gibt, früher oder später auch bei uns greifen wird. Die aktuelle Diskussion um Stammzellen zeigt deutlich, wie die Entwicklung verläuft. Da bin ich sehr besorgt. Wo müssten aus ethischen Gründen gesetzliche Grenzen gesetzt werden? Solche Grenzen sind überall dort nötig, wo Forscher in die Keimbahn des Menschen eingreifen. "In die Keimbahn einzugreifen" bedeutet, dass Eizellen oder Samenzellen des Menschen - und damit auch alle Nachkommen dieses Menschen - genetisch verändert werden. So etwas muss grundsätzlich verboten werden. Genauso wenig darf die Tötung eines Menschen für Forschungszwecke in Kauf genommen werden, auch wenn der betreffende Forschungszweck noch so edel ist und beispielsweise der Heilung von Krankheiten dienen soll. Sie haben von der "Tötung eines Menschen" gesprochen - meinen Sie damit auch Embryonen? Natürlich sind auch Embryonen und Föten Menschen - auch wenn sie noch nicht so aussehen wie ein neugeborener oder erwachsener Mensch. Biologisch kann es gar keinen Zweifel daran geben, dass Embryonen Menschen sind. Hat diese Einschätzung auch Auswirkungen auf Ihre Bewertung der In-vitro-Fertilisation, die schon seit einigen Jahren praktiziert wird und gesetzlich zulässig ist? Nach meiner Ansicht ist die Fortpflanzungsmedizin eindeutig zu weit gegangen. Natürlich ist die In-vitro-Fertilisation selbst nicht problematisch. Das Problem besteht aber darin, dass dabei so genannte "überzählige Embryonen" entstehen. Man hat also einerseits ein positives Ergebnis, wenn auf diese Weise der Wunsch nach einem Kind erfüllt wird. Gleichzeitig hat man sich aber auch als Konsequenz ein ethisches Problem eingehandelt, das nicht lösbar ist. Diese Entwicklung in der Reproduktionsmedizin kann ich als Christ nicht befürworten. Das würde aber bedeuten, dass Sie die In-vitro-Fertilisation ablehnen? Wenn die In-vitro-Fertilisation zwangsläufig mit der Erzeugung so genannter "überzähliger Embryonen" verbunden ist, dann muss ich als Christ auf diese Technik grundsätzlich verzichten. Der Wunsch nach einem Kind ist sicherlich ein hoher Wert - aber ich glaube nicht, dass das der höchste Wert ist. Ist der Ausgangspunkt für Ihre ethischen Überlegungen die Frage, was aus Gottes Sicht der höchste Wert ist und wie er das menschliche Leben bewertet? Dann stellt sich aber auch die Frage: Wie kann man diese Perspektive konsequent durchhalten bis in die konkreten Gesetzesformulierungen hinein? Für unser Zusammenleben als Gesellschaft und auch für unser Handeln als Biologen brauchen wir absolute ethische Maßstäbe. Die Frage ist, woher wir solche Maßstäbe bekommen. Ich sehe keinen anderen Weg, als dass von einer Instanz, die außerhalb des Menschen steht, ein absoluter Maßstab gesetzt wird. Weil ich an Gott glaube, sehe ich in ihm den Ursprung der Maßstäbe. Und damit ist für mich die Bibel sehr wichtig. Der Wert des menschlichen Lebens ist in der Heiligen Schrift ein sehr hoher Wert; und das muss sich bis in ganz konkrete Handlungsentscheidungen in den Bio-Wissenschaften auswirken. Wenn der Mensch nicht vor Gott einen absoluten Wert hat, dann wird der Wert des Menschen abhängig von Mehrheitsmeinungen der Gesellschaft. Nun wissen wir aber aus der Geschichte, wie gefährlich es dann wird. Eine ganz andere Frage ist: Wie weit dürfen und können wir solche ethischen Grundentscheidungen tatsächlich bis in die einzelnen Gesetzgebungsverfahren hinein als allgemeinverbindlich durchsetzen? Wir leben in einer Gesellschaft mit demokratischen Regeln; gleichzeitig ist unsere Gesellschaft aber auch eine nach-christliche Gesellschaft. Als Teil einer Demokratie kann man seine ethischen Maßstäbe natürlich nicht zwangsweise seinen Mitmenschen aufzwingen. Das heißt, wir sind als Christen darauf angewiesen, unsere Mitmenschen zu überzeugen. Und das müssen wir unbedingt versuchen. Wo können Christen diese Überzeugungsarbeit leisten? Gibt es da überhaupt noch die Chance, dass man auf die Christen hört? Es gibt Entwicklungen, die einen schon zu der Ansicht bringen können: "Eigentlich ist es zu spät." Auf der anderen Seite sucht unsere Gesellschaft nach Maßstäben. Die entscheidende Frage wird deshalb sein: Werden wir als Christen überzeugend leben und das praktizieren, was wir glauben? Das kann unsere Mitmenschen überzeugen. Ob es erfolgreich sein wird, weiß ich nicht - aber Erfolg kann nicht das Kriterium dafür sein, ob wir etwas versuchen oder nicht. Zu diesem überzeugenden Leben gehört auch die Art, wie Christen mit Behinderten umgehen. Es ist für uns Christen gar keine Frage, dass ein Mensch mit einer Behinderung ein vollgültiger Mensch mit einem lebenswerten Leben ist wie jeder andere auch. Und genau das müssen wir natürlich in erster Linie leben. Es kann durchaus sein, dass eine Zeit kommen wird, in der wir Christen zu einer Minderheit gehören, die Behinderte als vollgültige Menschen betrachtet und dementsprechend lebt. Dieser ethische Ansatz hat sicher auch Auswirkungen auf Ihre Beurteilung der Früherkennungs- und der Abtreibungs-Problematik. Die Früherkennung von Erkrankungen am Fötus im Mutterleib ist auch eine Anwendung der Gentechnik. Mit dieser "analytischen Gentechnik" stehen wir nun vor folgendem Problem: Einerseits könnte es in Zukunft möglich sein, vermehrt heilend einzugreifen. Wenn ein ungeborener Mensch beispielsweise eine Stoffwechselkrankheit hat und man diese diagnostizieren kann, dann könnte man möglicherweise auch heilend eingreifen. Das wäre dann eine gute Anwendung der Gentechnik. Andererseits werden solche analytischen Methoden heute v. a. dazu benutzt, um zu entscheiden, ob der ungeborene Mensch getötet werden sollte. Wenn man Gentechnik dafür einsetzt, dann halte ich das für sehr schlimm. Trotz Ihrer kritischen Überlegungen gehören Sie offenbar nicht zu den Schwarzsehern, die generell ablehnend argumentieren. Was ist die Alternative zu einer Forschungsfeindlichkeit, die gefährliche Forschungszweige am liebsten einfach verbieten möchte? Die eigentliche Problematik liegt in einem tiefen Misstrauen: Die Leute misstrauen uns Wissenschaftlern - und dafür haben sie gute Gründe! Ich denke v. a. an Fehleinschätzungen, wie es z. B. mit dem Medikament "Contergan" passiert ist: Es gab positive wissenschaftliche Gutachten - und dann ist das Medikament auf den Markt gekommen und hat entsetzliches Elend angerichtet. Da hat auch der Letzte gesehen, wie sehr sich Wissenschaftler täuschen können. Ich denke an Vorfälle wie Tschernobyl: Die Gutachten haben klar gesagt, dass Atomenergie sicher und ungefährlich ist. Und dann ist eben dieser Super-GAU gekommen. Da hat sich der Bürger gesagt: "Aha! Das ist also von den Versprechungen der Wissenschaftler zu halten!" Dann denke ich an BSE: Es gab da viele Gutachten von Wissenschaftlern mit der eindeutigen Aussage, dass BSE für den Menschen ungefährlich ist. Und dann ist rausgekommen: Das hat doch nicht gestimmt. Man könnte noch viele ähnliche Beispiele nennen – jeder sieht beispielsweise, zu welcher Umweltzerstörung Wissenschaft und Technik beigetragen haben. Eine der Hauptaufgaben für uns Wissenschaftler besteht deshalb darin, das Vertrauen der Menschen in unserem Land wiederzugewinnen. Wir müssen uns so verhalten, dass wir wieder vertrauenswürdig werden. Das bedeutet: Ehrlichkeit und Demut, politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit; wir müssen zu unseren Grenzen stehen. Dazu gehört es auch, dass wir die "Arroganz der Weißkittel" ablegen und unsere Informationspflicht gegenüber den Bürgern wahrnehmen. Welche sonstigen Entwicklungen in der Gentechnik halten Sie für bedenklich? Nicht nur die Veränderung in der Keimbahn des Menschen ist problematisch; auch für die genetische Veränderung von Tieren gibt es Grenzen, die wir nicht überschreiten sollten. Ich bin der Überzeugung, dass nicht nur der Mensch eine von Gott gegebene Würde hat, sondern auch die Tiere. Das bedeutet: Auch mit Tieren dürfen wir nicht alles machen, was wir tun könnten. Hier sollten die Biologen umdenken und die gentechnische Veränderung von Tieren viel sparsamer betreiben. Wir sollten sie nur dann durchführen, wenn ein wirklich bedeutender medizinischer Nutzen für den Menschen damit verbunden ist (z. B. Arzneimittelproduktion durch Tiere). Wir dürfen die Schöpfung nicht in dem Sinn beherrschen, dass wir sie ausbeuten. Die Würde des Tieres ist höher anzusetzen als Gewinnmaximierung. Das gilt nicht nur für Gentechnik, sondern generell für die Tierhaltung - zum Beispiel für die Hühnerhaltung. Ein Tier soll seiner Art entsprehend gehalten werden, es soll nicht leiden. Das betrifft nicht nur die physischen Lebensbedingungen, denn auch Tiere haben ein Gefühlsleben. Wenn Tiere so gehalten werden, dass sie verrückt werden, dann lehne ich das genauso ab wie die unangemessene genetische Manipulation von Tieren. Das gilt darüber hinaus für die gesamte Schöpfung, die insgesamt ihre Würde und Schönheit von Gott bekommen hat. Wir dürfen mit der Schöpfung nicht alles machen, was wir wollen! Gott hat eine schöne Welt geschaffen; die sollen wir nicht zerstören. Ein Beispiel: Die Schönheit der Umwelt wird zerstört, wenn wir in ein Bachtal, das eine Vielzahl von Lebensräumen beinhaltet, einfach einen geraden, betonierten Kanal legen. Was kann der einzelne Bürger konkret tun, um problematische Entwicklungen zu beeinflussen? Jeder sollte gut informiert sein über die ethischen Probleme in den Bereichen, in denen er selbst entscheiden muss - also z. B. in der Fortpflanzungsmedizin. Als Christen sollten wir unsere Entscheidungen gemäß christlich-ethischen Maßstäben treffen und dann auch mit anderen Menschen darüber sprechen, warum wir unsere Entscheidungen entgegen dem gesellschaftlichen Trend treffen. Sie fragen sich nämlich, warum wir uns an bestimmten ethischen Maßstäben orientieren. Das betrifft unsere nächste Umgebung: Wenn wir z. B. mit einem Arbeitskollegen oder mit unseren Nachbarn ins Gespräch kommen, dann können und müssen wir Stellung beziehen. Es muss aber eine begründete Stellungnahme sein. Es hat ja keinen Wert und keine Wirkung, wenn wir einfach nur „dagegen sind". Das bedeutet aber: Wir müssen auch in unseren Gemeinden über diese Dinge reden und uns informieren. Diese Information kann zum politischen Handeln führen: Wir sollten unsere Besorgnis aktiv zum Ausdruck bringen. Das können wir z. B. gegenüber den Politikern in unseren Wahlkreisen tun. Sie sollen wissen, dass ihre Wähler Bedenken oder Einwände haben. Wir müssen ihnen mitteilen, dass es in den christlichen Gemeinden begründete ethische Überzeugungen gibt. Alle vier Jahre können wir zur Wahl gehen. Die politischen Parteien sagen meist recht deutlich, in welcher Richtung sie gehen wollen. Und als Christ will ich persönlich keine Partei wählen, welche die Maßstäbe Gottes ablehnt. Nachdem in der öffentlichen Meinung die Tötung von Kindern durch Abtreibung salonfähig gemacht worden ist, fragt man sich: Wird bald auch die Tötung von Embryonen in der Gentechnik salonfähig? Und vielleicht werden bald viele Leute genauso unbekümmert die Tötung von alten Menschen im Rahmen von Euthanasie-Vorstellungen als eine erlaubte Lösung betrachten. Halten Sie es für gerechtfertigt, solche Auswirkungen der Abtreibungsfreigabe zu befürchten? Ich glaube schon, dass es diesen Zusammenhang gibt. Ich denke da an Prof. Hubert Markel, einen meiner akademischen Lehrer, den ich sehr schätze. Dieser bekannte Biologe hat die Frage gestellt: Wenn man Embryonen bis zum dritten Monat töten darf, mit welcher Begründung sollen wir dann auf die Forschung an Embryonen verzichten? Die Abtreibungspraxis hat unser Rechtsempfinden verzerrt. Stattdessen muss generell klar sein: Es darf nirgends erlaubt sein, menschliches Leben zu zerstören. Noch darf man in Deutschland keine Embryonen für Forschungszwecke töten. Aber die Versuchung ist groß, zu sagen: "Wenn es dem medizinischen Fortschritt dient und kranken Menschen geholfen werden kann, dann dürfen wir in der Stammzellenforschung die Embryonen, die bei der In-vitro-Fertilisation entstanden sind, für Experimente verwenden." Gibt es auch außerhalb der christlichen Ethik solche Überlegungen, die den Biologen ebenfalls zu einer starken Zurückhaltung in diesen angesprochenen Punkten raten? Ich denke, dass es auch andere ethische Ansätze gibt, die in dieselbe Richtung gehen, wie es uns die biblischen Offenbarung nahelegt. Das hängt meiner Ansicht nach damit zusammen, dass Gott allen Menschen ein Gewissen gegeben hat. Es gibt viele Menschen, die sich nicht als Christen bezeichnen und das Gute wollen. Dafür bin ich dankbar, das achte und würdige ich sehr. Wenn wir aber versuchen, ethische Maßstäbe aus der Biologie abzuleiten, dann wird es schwierig. Insbesondere aus der Evolutionsbiologie lassen sich beim besten Willen keine absoluten ethischen Maßstäbe gewinnen. Die Ableitung eines absoluten ethischen Maßstabes ist nur auf Grund einer Offenbarung Gottes möglich. Ich bin sehr froh, dass Gott uns seine Offenbarung gegeben hat. Prof. Dr. Siegfried Scherer hat in Konstanz Biologie studiert und nach seiner Doktorarbeit zunächst in Deutschland, dann in den USA geforscht. Seit seiner Berufung an die Technische Universität München im Jahr 1991 leitet er das Institut für Mikrobiologie am Wissenschaftszentrum Weihenstephan in Freising. Er hat sich intensiv mit dem Thema Glauben und Wissen befasst, insbesondere mit dem Themenkomplex Schöpfung und Evolution (eine von mehreren Veröffentlichung zu diesem Thema: R. Junker / S. Scherer, Evolution. Ein kritisches Lehrbuch, Weyel-Lehrmittel-Verlag 2001), und ist Vorsitzender der Studiengemeinschaft Wort und Wissen. Siegfried Scherer ist verheiratet und steht der Agape-Gemeinschaft und der Paul-Gerhardt-Gemeinde in München nahe. - Die Fragen stellte Rolf-Dieter Braun. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Eine klare Stellungnahme Wir sind in großer Sorge, dass trotz der gültigen Verfassungsgrundsätze die Würde des Menschen immer weiter angetastet wird. Wir treten ein für ein Verbot - der extrakorporalen Befruchtung durch In-vitro-Fertilisation mit anschließendem Embryo-Transfer. Nur dadurch könnte auch die entbehrliche Unterhaltung von Samenbänken, mit aller nach wie vor ungelösten Problematik, vermieden werden; ebenso die Einfrierung von Embryonen und dergleichen mehr. - der Erzeugung von „überzähligen" Embryonen zu Forschungszwecken. Wir treten dafür ein, dass dieses bestehende Verbot nicht aufgeweicht wird. - der Präimplantationsdiagnostik (PID). Denn sie führt zur Selektion von nicht gewünschten Kindern. - der Forschung mit embryonalen Stammzellen, z. B. zum Zweck des sogenannten „therapeutischen Klonens". Wir fordern, dass die Methoden der pränatalen Diagnostik nur unter bestimmten Bedingungen zum Einsatz kommen dürfen, nämlich nach intensiver individueller fachlicher Beratung und zugleich mit der Absicht und der begründeten Aussicht, dass erfolgreiche medizinische Frühbehandlung möglich ist und die Eltern eine verantwortliche, zum Leben ermutigende Begleitung erfahren. Insbesondere lehnen wir alle vorgeburtlichen genetischen Tests ab, die erst in späterem Lebensalter auftretende Krankheitsschicksale prognostizieren. Es muss einen Gewissensschutz für Ärzte und Patientinnen geben, die auf pränatale Diagnosen ganz oder teilweise verzichten. Ihnen dürfen dadurch keine materiellen oder sozialrechtlichen Nachteile entstehen. Der Möglichkeit, dass sich Krankenkassen künftig durch eine Klage gegenüber Ärzten, die nicht zu einer Abtreibung raten und Eltern, die sich zum Austragen kranker oder behinderter Kinder entschließen, der Kostenübernahme für Krankenbehandlung und Behindertenpflege entledigen könnten, muss ein deutlicher Riegel vorgeschoben werden. aus der Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz (Quelle: "Die Würde des Menschen ist die Perle des Rechtsstaates", Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz, Stuttgart 2001, S. 3, 7 und 6 [gekürzte Auszüge]; Bestell-Adresse und Download-Möglichkeit: Deutsche Ev. Allianz, Versandstelle, Esplanade 5-10a, D-07422 Bad Blankenburg, Tel. 036741/210, Fax 036741/21200, E-Mail: versandstelle@ead.de, Internet: www.ead.de; Download möglich über www.ead.de / Materialien/Publikationen) ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Gottes „Kulturauftrag" an die Menschen „Gott segnete sie [die Menschen], und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen." 1. Mose 1,28.29 EÜ Gottes Bund mit Noah "Dann segnete Gott Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, vermehrt euch, und bevölkert die Erde! Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind sie übergeben. Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen. Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen." 1. Mose 9,1-3 EÜ -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Die Illusion des wert-neutralen Staates Wir wollen darauf hinweisen, dass für alle Menschen, auch wenn sie sich nicht zum christlichen Glauben bekennen, Gottes Gebote und das biblische Menschenbild eine lebensfördernde Orientierung sowohl für das öffentliche als auch das private Handeln bieten. Dass dies der Fall ist, lehrt uns auch die Geschichte. Abendländische Kultur und Tradition ist ohne das Christentum und seine Werte nicht denkbar. Deshalb erinnern wir daran, dass es einen wert-neutralen Staat nicht gibt, weil die sogenannte Neutralität entweder zu einem Werte-Vakuum oder zur ideologischen Fremdbestimmung und damit zum Verlust an Menschlichkeit führt. Das christliche Menschenbild bietet auch im 21. Jahrhundert die beste Orientierungshilfe für die zu treffenden ethischen Entscheidungen. aus der Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz (Quelle: "Die Würde des Menschen ist die Perle des Rechtsstaates", Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz, Stuttgart 2001, S. 10; Bestell-Adresse und Download-Möglichkeit: Deutsche Ev. Allianz, Versandstelle, Esplanade 5-10a, D-07422 Bad Blankenburg, Tel. 036741/210, Fax 036741/21200, E-Mail: versandstelle@ead.de, Internet: www.ead.de; Download möglich über www.ead.de / Materialien/Publikationen) ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Für einen Fortschritt nach menschlichem Maß Gedanken aus der Berliner Rede 2001 des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau - Das sollte uns skeptisch machen ... Wenn ich von manchen Verheißungen angesichts der großen Möglichkeiten der Lebenswissenschaften höre, dann erinnert mich das an die Euphorie, die viele in den fünfziger und sechziger Jahren erfasst hatte. Damals ging es um die friedliche Nutzung der Atomenergie. Damals träumten viele von nie versiegender Energie. Heute staunen die meisten über so viel Naivität und über so viel schlichten Glauben an den Fortschritt. Die Kernenergie zu nutzen, das erschien als das Selbstverständlichste von der Welt. An die Brisanz vieler Probleme hat man zu wenig gedacht und andere hat man sich gar nicht erst vorstellen können. Das sollte uns ein wenig skeptisch machen, wenn neue Technologien das Paradies auf Erden zu versprechen scheinen. - Das Neue in der Biotechnologie Was in der Biotechnologie geschieht, das hat in einem wesentlichen Punkt eine völlig neue Qualität: Da geht es nicht mehr allein um technologische Chancen und Risiken für Mensch und Umwelt. Zum ersten Mal scheint die Menschheit fähig, den Menschen selber zu verändern, ja ihn genetisch neu zu entwerfen. Man muss ja wahrlich kein gläubiger Christ sein, um zu spüren, dass bestimmte Vorhaben im Widerspruch zu grundlegenden Wertvorstellungen vom menschlichen Leben stehen. Diese Wertvorstellungen liegen auch dem schlichten Satz zu Grunde, der in unserem Grundgesetz allem anderen vorangestellt ist: Die Würde des Menschen ist unantastbar. - Woher nehmen wir unsere Maßstäbe? Die Antworten auf die Frage: "Was ist gut für den Menschen?" finden wir weder in der Natur noch in unseren technischen Möglichkeiten. Wir können sie nur finden, wenn wir ethische Grundsätze für unser persönliches Leben und für das Zusammenleben von Menschen formulieren, achten und selber leben. Auch wenn wir über die neuen Möglichkeiten der Lebenswissenschaften sprechen, geht es nicht in erster Linie um wissenschaftliche oder um technische Fragen. Zuerst und zuletzt geht es um Wertentscheidungen. - Wenn man anfängt, zwischen lebenswert und lebensunwert zu unterscheiden ... Wer den Schutz des Lebens an seinem Beginn aufgibt, der wird das bald auch für das Ende des Lebens geltend machen können. Dann wird vielleicht gefragt: Können wir uns den hohen Pflegeaufwand am Ende des Lebens leisten? Wäre es nicht ökonomisch vernünftiger, Alte und Kranke willigten rechtzeitig in die Sterbehilfe ein? Ich weiß, dass niemand so etwas vorschlägt. Aber wir alle wissen auch, dass beste Absichten oft nicht verhindern können, dass schließlich geschieht, was anfangs niemand wollte. Und ich weiß auch, dass schon heute alte Menschen sich solchen Fragen drangvoll ausgesetzt fühlen. - Wer einmal anfängt, zwischen lebenswert und lebensunwert zu unterscheiden, der ist in Wirklichkeit auf einer Bahn ohne Halt. Quelle: Bundespräsident Johannes Rau, "Wird alles gut? _ Für einen Fortschritt nach menschlichem Maß" (Berliner Rede 2001, gehalten am 18.5.2001 in der Staatsbibliothek zu Berlin; auszugsweise zitiert) ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Verzicht auf Gentechnik - unterlassene Hilfeleistung? Gott ruft uns nicht nur zur Erhaltung des vorhandenen Gutes auf, sondern er fordert uns auch dazu auf, aktiv und schöpferisch an der Bekämpfung des Übels, an dem Menschen leiden, mitzuarbeiten. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch die Lehre Jesu. Das zugängliche Wissen, wie durch gentechnische Veränderungen die Lebenssituation des Menschen und seiner Umwelt verbessert werden kann, nicht anzuwenden, hieße gegebenenfalls wie ein untätiger Schriftgelehrter an dem Hilfebedürftigen vorbeizugehen (vgl. die Geschichte vom "guten Samariter" Lk 10,29ff.). Dies gilt vor allem für Anwendungen der Gentechnik, die dazu beitragen, Krankheiten durch die Reparatur von Genen zu heilen. Dr. rer. nat. Reinhard Zeitler ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Unwertes Leben?Wir widersprechen, wenn z. B. dem Gesundheitsideal das Lebensrecht anderer Menschen, wie z. B. ungeborener Embryonen, im Mutterleib getöteter und dann abgetriebener Kinder und sterbender Menschen, untergeordnet wird. In Europa wird wieder über den Begriff „unwertes" Leben diskutiert – und damit erneut Euthanasie ernsthaft als erlaubtes Handeln in Erwägung gezogen. Die Würde des Menschen hat kein Ende – deshalb darf die Euthanasie nicht wieder eingeführt werden. Das vom Europarat verabschiedete Übereinkommen über Menschenrechte in der Biomedizin sieht u. a. Möglichkeiten fremdnütziger Forschungen an nicht einwilligungsfähigen Personen vor. Anstatt allen Versuchen entgegenzutreten, zwischen „lebenswertem selbstbestimmtem" und nicht in gleichem Maße lebenswertem und darum fremdbestimmbarem menschlichem Leben zu unterscheiden, werden in Europa ethisch unverantwortliche Grundsätze konsensfähig gemacht. aus der Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz ("Die Würde des Menschen ist die Perle des Rechtsstaates", Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz, Stuttgart 2001, S. 8; Zitat leicht gekürzt; Bestell-Adresse und Download-Möglichkeit: Deutsche Ev. Allianz, Versandstelle, Esplanade 5-10a, D-07422 Bad Blankenburg, Tel. 036741/210, Fax 036741/21200, E-Mail: versandstelle@ead.de, Internet: www.ead.de; Download möglich über www.ead.de / Materialien/Publikationen) --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Muss sich die Ethik dem Fortschritt anpassen? Heute bestimmt die Wissenschaft die gesamte Kultur der westlichen Welt - einfach weil sie so effizient ist. In weiten Bereichen hat sie tatsächlich den Platz der Religion eingenommen. Das aber führt dazu, dass sie Fragen so beantwortet, als sei sie eine Religion - obwohl sie sich mit Fragen nach Sinn und Ziel doch gar nicht auseinander setzt. Und so fällt denn in den heutigen Labors eine Schranke nach der anderen. Wie sagte doch gleich der wissenschaftliche ,,Vater" des ersten Retortenbabys 1978, über das sich damals noch die ganze Welt echauffierte? ,,Ethik muss sich dem Fortschritt anpassen." Ein denkwürdiger Satz. ... Eines müssen wir endlich begreifen: Alles, was gemacht werden kann, wird auch in die Tat umgesetzt. Es gibt tatsächlich kein überzeugendes Beispiel in der gesamten Geschichte der Wissenschaft, mit dem man diese These widerlegen könnte. ... Christen geraten in den vielleicht größten Zwiespalt in ihrer zweitausendjährigen Geschichte: Einerseits sehen sie sich in der Verantwortung, anderen zu helfen, Leiden zu lindern, andererseits soll das mit dem Opfern grundlegender Prinzipien verbunden sein. Der Wissenschaftsjournalist und Dokumentarfilmer Gero von Boehm Quelle: G. v. Boehm, "Labor", in: M. Schächter (Hg.), Was kommt. Was geht. Was bleibt, Verlag Herder 2001, S. 208 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wir bitten die Politiker um konsequente Folgerungen ... "Präimplantationsdiagnostik (PID) ist eine Methode, deren eindeutiges Ziel es ist, „lebenswertes" Leben von „lebensunwertem" Leben zu unterscheiden. Solche Urteile über menschliches Leben verstoßen eindeutig gegen die Verfassung. Die Präimplantationsdiagnostik führt zur Selektion von nicht gewünschten Kindern. Wenn nun neuerdings darauf verwiesen wird, dass bei einer solchen Argumentation auch die Abtreibung logischerweise grundsätzlich verboten werden müsste, dann bejahen wir diese Konsequenz. Wir bitten die Politiker, die notwendigen gesetzlichen Folgerungen zu ziehen." aus der Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz ("Die Würde des Menschen ist die Perle des Rechtsstaates", Stellungnahme der Deutschen Evangelischen Allianz, Stuttgart 2001, S. 7; Zitat leicht gekürzt; Bestell-Adresse und Download-Möglichkeit: Deutsche Ev. Allianz, Versandstelle, Esplanade 5-10a, D-07422 Bad Blankenburg, Tel. 036741/210, Fax 036741/21200, E-Mail: versandstelle@ead.de, Internet: www.ead.de; Download möglich über www.ead.de / Materialien/Publikationen) ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Internet-Service Informationsquellen mit christlicher Perspektive - "Der Mensch: sein eigener Schöpfer?" Wort der Deutschen Bischofskonferenz zu Fragen von Gentechnik und Biomedizin (Bestelladresse für die Broschüre: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Gemeinsame Dienste, Postfach 2962, D-53019 Bonn, Fax 0228/103330; E-Mail: gd@dbk.de; Download über http://dbk.de/schriften/fs_schriften.html [Die deutschen Bischöfe/Hirtenschreiben, Erklärungen"/DB 69]) - "Gentechnik", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Evangelischen Landeskirchen (Arbeitshilfe zu den Grundlagen der Bio- und Gentechnik, Biotechnik in der Ernährung und Medizin, Ethische Kriterien, Glossar und Gesetzesauszügen; Preis: ca. 5 €; zu bestellen über schaefer@elk-wue.de; s. auch im Internet: www.gemeindedienst.de) - "Klonen beim Menschen", Broschüre der Akademie für Technikfolgenabschätzung und des Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften; Kurzfassung als pdf-Datei: herunterladbar über www.ta-akademie.de (unter der angegebenen Adresse findet sich auch ein "virtuelles Kompetenzzentrum" zum Thema, sowie Hinweise zu Beiträgen und Projekten der TA-Akademie zur Bio- und Gentechnologie) - "Medizin und Ideologie", Quartalszeitschrift der Europäischen Ärzteaktion, Postfach 1123, D-89001 Ulm, Tel. 0731-722933, Fax: 0731-724237, E-Mail: europ.aerzteaktion@t-online.de, Internet: www.aerzteaktion.de (Archivseite im Internet: www.aerzteaktion.de/mundi/archiv.htm) - "Die politische Meinung", Nr. 377/April 2001 zum Thema "Genforschung und Bioethik" (Monatszeitschrift herausgegeben von der Konrad-Adenauer-Stiftung; Download einzelner Artikel: www.kas.de/publikationen/zeitschriften.html (Stichwort "Die politische Meinung") --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Adressen von ansprechbaren Institutionen Konkrete Namen werden von den Partei- und Fraktionsgeschäftsstellen in Berlin bzw. der jeweiligen Landeshauptstadt benannt. Dort kann man z. B. anfragen, wie die Adressen von Ministerien und Behörden lauten, wer Wahlkreisabgeordneter ist, über wen man am besten die zuständigen Institutionen erreicht (z. B. die Enquete-Kommission „Recht und Ethik der modernen Medizin") usw. Hier die Fraktionen der im Deutschen Bundestag (Internet: www.bundestag.de) vertretenen Parteien: - Fraktion der SPD, Tel. 030/22753781, Internet: www.spdfrak.de - Fraktion der CDU/CSU, Tel. 030/22755946, Internet: www.cducsu.de - Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Tel. 030/22756789, Internet: www.gruene-fraktion.de - Fraktion der FDP, Tel. 030/22752388, Internet: www.liberale.de/fdp-fraktion - Fraktion der PDS, Tel. 030/22755803, Internet: www.pds_im_bundestag.de - Postanschriften der Bundestagsfraktionen: Fraktion der N. N., Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, D-11011 Berlin - Die Internet-Websites der einzelnen Bundesministerien kann man über www.bundesregierung.de erreichen. - Die gesuchten Adressen sind natürlich auch über das Telefonbuch oder die Auskunft relativ leicht zu ermitteln. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Fürbitte-Bewegungen - Gebetsbewegung der Deutschen Evangelischen Allianz, E-Mail: westerheide@ead.de, Internet: www.ead.de - Der Wächterruf, E-Mail: waechterruf@gmx.net, Internet: www.waechterruf.de - DOWN to EARTH, E-Mail: office@down-to-earth.de, Internet: www.down-to-earth.de - Fürbitte für Deutschland, E-Mail: ffd.info@t-online.de, Internet: www.ffd-netz.de - Gebet 7000, E-Mail: jg.7000@t-online.de, Internet: www.gebet7000.de - Hope for Europe, E-Mail: RonKernaham@XC.Org, Internet: www.hfe.org - World-Wide-Prayer-Web (DMG), E-Mail: TVolland@DMGint.de, Internet: http://home.t-online.de/home/theo-elke.buche --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Initiativen zum Thema "Behinderung" - PerspektivForum Behinderung der Deutschen Evangelischen Allianz, Olgastraße 57 a, D-70182 Stuttgart, Tel. 0711/23719530, Fax 0711/237195353, E-Mail: preisser@ead.de, Internet: www.ead.de (Veröffentlichungen: "Bielefelder Manifest", Dokumentation der Forumstagung im November 2001) - Dienet einander e. V., Verein für Menschen mit Behinderungen u. ihre Angehörige, c/o Monika und Kurt Stotz, Im Lehen 3, D-72290 Loßburg, Tel. 07446/1358 - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V., Internet: www.lebenshilfe.de (Selbsthilfevereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien; Angebote: Weiterbildung, Informationen über Recht und Ethik, Links u. a.) - Glaube und Behinderung, c/o Ruth Bai-Pfeifer, Mattenstr. 74, CH-8330 Pfäffikon ZH, E-Mail: info@gub.ch oder rbai@swissonline.ch, Internet: www.gub.ch - Christliche Gehörlosen-Gemeinde Stuttgart e. V., c/o F. Pflugfelder, Osterbronnstraße 32, D-70565 Stuttgart, Fax: 0711/7477740 - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V., Internet: www.lebenshilfe.de (Selbsthilfevereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien; Angebote: Weiterbildung, Informationen über Recht und Ethik, Links u. a.) --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Lebensrechtsbewegung (Initiativen zu Themen wie Abtreibung und Euthanasie) Dachverbände von Lebensrechtsgruppen: - Bundesverband Lebensrecht, Fehrbelliner Straße 99, D-10119 Berlin, Tel. 030/44058866, Fax 030/44058867, E-Mail: info@bv-lebensrecht.de, Internet: www.bv-lebensrecht.de - Treffen Christlicher Lebensrechtgruppen e. V. (TCLG), Olgastraße 57a, D-70182 Stuttgart, Tel. 0711-2371953-12, Fax 0711-2371953-53, E-Mail: info@tclrg.de, Internet: www.tclrg.de Einzelne Lebensrecht-Gruppen: - Aktion Lebensrecht für Alle e. V. (ALfA), Ottmarsgäßchen 8, D-86152 Augsburg, Tel. 0821/512031, Fax 0821/156407, E-Mail: info@alfa-ev.de - Bündnis Menschenwürde, c/o Lebenshilfe Berlin, Wallstr. 15 / 15A, D-10179 Berlin, Tel. 030/829998222, Fax: 030/ 829998199, Email: info@buendnismenschenwuerde.de - Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL), Haus Laer, D-59872 Meschede, Tel. 0291/2261, Fax 0291/6191, Internet: www.cdl-online.de - Die Birke e. V., Rohrbacher Straße 22, D-69115 Heidelberg, Tel. 06221/167433, E-Mail: birke.ev@t-online.de - Juristen-Vereinigung Lebensrecht e. V. (JVL), Postfach 501330, D-50973 Köln, Tel. 0221/134479, Fax 0221/2225957, Internet: www.juristen-vereinigung-lebensrecht.de - Kooperative Arbeit Leben Erfürchtig Bewahren e. V. (KALEB), Schönhauserallee 182, D-10119 Berlin, Tel. 030/4490147, E-Mail: info@kaleb.de, Internet: www.kaleb.de - Pro Vita - Freikirchliche Initiative für das Leben, Kirchröder Str. 46, D-30559 Hannover, Tel. 0511/9549877, Fax 0511/9549852, E-Mail: sozialwerk.provita@t-online.de, Internet: www.pro--vita.de - Rahel e. V., Schulstraße 21, D-66589 Merchweiler, Tel./Fax 06825/940300, E-Mail: RahelWeb@aol.com, Internet: http://members.aol.com/rahelweb/Index.htm - Pro Life Berlin, Fehrbelliner Straße 99, D-10119 Berlin, Tel./Fax 030/4490147 - Geborene für Ungeborene, Alserstr. 19/10, A-1080 Wien, Tel. 01/4086288, E-Mail: office@lebensbewegung.at, Internet: www.lebensbewegung.at - Aktion "Helfen statt töten", Lindhübelstr. 45, CH-5724 Dürrenäsch, Tel. 062/7676002, E-Mail: info@lea-schweiz.ch - Weißes Kreuz, Weißes-Kreuz-Str. 1-4, D-34292 Ahnatal, Tel. 05609/83990, E-Mail: weisses.kreuz@t-online.de, Internet: www.weisses.kreuz.de --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Weitere Informationen Einen Beratungsführer mit vielen christlichen Einrichtungen (Preis ca. 10 € ) kann man beziehen von Leben im Kontext e. V. (Elisabethstr. 16, D-44139 Dortmund, Tel. 0231/522952, E-Mail: Kontext.e.V.@t-online.de).
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