|
Texte und Literaturtipps zum Thema “Reich Gottes”
Weitere thematische Schlagworte: Gottesherrschaft, geistlicher Kampf, Gesellschaftsmissionare, Reconciliation Walk, Mission, Versöhnung, Laienengagement, Kreuzzüge, Macht, Herrschaft Übersicht Nr. 1 Lynn Green "Die Schwelle ist nicht mehr so hoch ..." Hoffnungsvolle Trends in der Mission Zeitgemäße Formen im Einsatz für das "Reich Gottes" Nr. 2 Reconciliation Walk Infos über eine Versöhnungs-Initiative, die sich mit dem dunklen Kapitel der Kreuzzüge befasst
Nr. 3 Was meint Jesus, wenn er vom "Reich Gottes"* spricht? Anmerkungen zu einem missverstandenen Begriff
Nr. 4 Rolf-Dieter Braun: Was bedeutet "geistlicher Kampf"? Die wichtigsten Aussagen dazu aus dem Neuen Testament
Nr. 1 Lynn Green "Die Schwelle ist nicht mehr so hoch ..." Hoffnungsvolle Trends in der Mission Zeitgemäße Formen im Einsatz für das "Reich Gottes" Jetzt kann jeder sich im "Reich Gottes" engagieren - das ist einer der wichtigsten und erfreulichsten Trends in der Mission. Lynn Green, einer der internationalen Leiter von Jugend mit einer Mission (JMEM) beschreibt den "Gesellschaftsmissionar” und andere zeitgemäßen Formen des missionarischen Engagements. Es gibt eine ganze Reihe von Trends in der Mission, die Hoffnung wecken. Einige davon will ich skizzieren: Unsere Partner aus der Dritten Welt Als ich vor 35 Jahren Mitarbeiter bei Jugend mit einer Mission (JMEM) wurde, gab es tatsächlich noch keinen einzigen JMEM-Mitarbeiter aus der Dritten Welt. Als dann die ersten Brasilianer und Afrikaner Mitarbeiter wurden, kam uns das sensationell vor; wir haben diese Entwicklung damals begeistert gefeiert. Inzwischen stammen mehr als die Hälfte unserer Mitarbeiter aus Ländern, die nicht zur so genannten "westlichen Welt" zählen. Die Zahl der Koreaner, Brasilianer, Inder, Nigerianer usw., die jedes Jahr JMEM-Mitarbeiter werden, übersteigt jetzt die Zahl der neuen Mitarbeiter aus westlichen Ländern. Es ist auch ermutigend, wie schnell die Missionsbewegungen in der Dritten Welt reif geworden sind. Nach einer Anfangsphase haben sie innerhalb von wenigen Jahren den Übergang geschafft: Sie engagieren sich mit tiefer Hingabe und haben eine gut durchdachte Missionstheologie; ihr Engagement wirkt nachhaltig und trägt hervorragende Früchte. Jetzt kann jeder mitmachen! Es gibt heute in der Mission immer mehr Kurzzeit-Einsatzmöglichkeiten - z. B. für Christen, die mit ihren praktischen Fähigkeiten Missionsprojekte unterstützen. Es entstehen immer mehr Organisationen, die solche "Mission Builders" vermitteln. Auch im Rahmen von Versöhnungsinitiativen gibt es eine ganze Menge von Kurzeinsatz-Möglichkeiten: Hier geht es darum, dass Christen in Gebiete reisen, wo Versöhnung dringend nötig ist, und dort ganz einfach Brücken der Freundschaft bauen. Ich denke in diesem Zusammenhang an die positiven Erfahrungen mit unserem eigenen Versöhnungsprojekt im Nahen Osten: Jedes Jahr reisen einige Teams dorthin, um Muslime, Juden und orthodoxe Christen persönlich kennen zu lernen. Ihre Perspektive ist: "Wir wollen Freundschaften entwickeln und auf diese Weise in einer Welt, die durch Feindseligkeiten tief gespalten ist, bleibende Verbindungen schaffen!" (Ermutigende Erfahrungsberichte und weitere Informationen über diese Versöhnungsinitiative findet man unter www.recwalk.net.) Die terroristischen Anschläge der letzten Jahre und der darauf reagierende "Krieg gegen den Terror" hat dazu geführt, dass v. a. die Beziehungen zwischen dem Westen und den Muslimen im Nahen Osten einen großen Rückschlag erlitten haben. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass in erstaunlichem Umfang Heilung stattfinden kann, wenn Christen tatsächlich verstehen wollen, was in den verschiedenen Ländern des Nahen Ostens geschieht, und den Menschen dort mit einer offenen und demütigen Herzenshaltung begegnen. Die Schwelle zum missionarischen Engagement ist heute also nicht mehr so hoch wie früher: Viele Gemeindemitglieder, die z. B. bereit sind, einen Teil ihres Urlaubs dafür zu opfern, können an solchen Projekten teilnehmen und damit einen echten Beitrag zur Weltmission leisten (vgl. Lesetipps: DER AUFTRAG Nr. 63). Was sind Gesellschaftsmissionare? Ich beobachte eine weitere Dynamik, die zur Zeit noch in der Entwicklungsphase ist, die aber zu einer gewaltigen Missionsbewegung werden kann: Christen, die als "Gesellschaftsmissionare" Neuland betreten. Sie haben von Gott die Berufung bekommen, dass sie Missionare werden sollen, aber das Besondere dabei ist, dass sie in ganz neue "Missionsfelder" vorstoßen: Sie engagieren sich zum Beispiel in der Wirtschaft oder in der Politik, in der Unterhaltungsbranche, im Bildungswesen oder im Sport. Am klarsten kann man diese Entwicklung zur Zeit in der Wirtschaft beobachten. Ich denke da an einen Unternehmer, der in der bio-medizinischen Branche großen Erfolg hat. Ein Teil der Berufung, die Gott auf sein Leben gelegt hat, besteht darin, neue Produktionsmethoden zu entwickeln, damit Medikamente günstiger hergestellt werden können, die auch für arme Bevölkerungsschichten bezahlbar sind. Zusätzlich hat er einen Teil seines Vermögens dazu verwendet, ein Unternehmen für Arbeitslose in den Townships Südafrikas zu beginnen. So ist es tatsächlich gelungen, für viele bisher Arbeitslose in verschiedenen Wirtschaftssektoren (Landwirtschaft, Handel, Tourismusbranche) neue Arbeitsplätze zu schaffen. Von diesen Menschen sind mehr als die Hälfte in den letzten Jahren Christen geworden. Ich könnte eine ganze Reihe von solchen Unternehmen nennen, die ihre Tätigkeit ganz bewusst als "Ausbreitung des Reiches Gottes" (s. dazu nebenstehenden Kasten ...) verstehen. Natürlich gab es schon immer Christen, die begriffen hatten, dass sie ihr Geschäft mit einer Integrität führen sollten, die ihren Glaubensüberzeugungen entspricht. Das Neue in dieser zur Zeit entstehenden Bewegung ist aber, dass sie nicht nur die Werte der "Königsherrschaft Gottes" beachten wollen, sondern dass ihre Arbeit oder ihr Unternehmen als Teil des “Reich-Gottes-Prozesses” betrachten. Sie wollen, dass auf diese Weise die Gottesherrschaft dorthin ausgeweitet wird, wohin sie bisher noch nicht vorgedrungen war. (Auf der Website http://www.tbnetwork.org kann man sich über solche Initiativen informieren; die dort vorgestellten Beispiele sind eine Quelle der Ermutigung.) Kein bequemer Spaziergang Diese neuen Entwicklungen in der Weltmission machen ein Umdenken erforderlich. Deshalb sollten wir uns noch etwas genauer ansehen, was dieses gesellschaftsmissionarische Engagement bedeutet. Dass Missionare die Unterstützung und Begleitung durch andere Christen und Gemeinden brauchen, ist uns sicher klar. Aber haben wir das auch schon im Hinblick auf die Gesellschaftsmissionare begriffen? Christen haben es in diesen Einsatzfeldern nämlich besonders schwer. Während der Präsidentenwahl im Herbst 2004 war ich in den USA und habe mit einigen Christen gesprochen, die sich in der Politik engagieren. Dabei habe ich festgestellt: Je höher die Ebene ihrer politischen Tätigkeit war, desto weniger Illusionen und Hoffnungen hatte sie. Bei ihrer Reise auf dem Weg ins Zentrum der Macht haben sie mit Bedauern feststellen müssen: Auf dieser Reise ist die Versuchung groß, zentrale Gewissensüberzeugungen zu opfern. Jeder Christ, der von Gott zu dieser Reise berufen ist und die Ausbreitung der "Königsherrschaft Gottes" auf der Erde als seine Aufgabe erkannt hat, muss vor allem begreifen: Diese Aufgabe hat mit einem geistlichen Kampf zu tun (s. nebenstehenden Kasten). Auf dieser Reise zur Macht war in alttestamentlicher Zeit der Prophet Daniel unterwegs. Er hatte sich diese Laufbahn nicht ausgesucht; die Verantwortung politischer Macht war ihm von Gott selbst anvertraut worden. Ich glaube, dass Gott auch heute genauso Leute dazu beruft, in der Politik Verantwortung zu übernehmen und dabei gleichzeitig die Leitlinien der biblischen Offenbarung zu beachten. Deshalb lohnt es sich, dass wir uns mit Daniel beschäftigen (vgl. Lesetipps: Artikel von R. Pinke). Bei Daniel lag der Weg zur Macht völlig außerhalb seiner Möglichkeiten. Dasselbe galt für seine Chancen, an der Macht zu bleiben. Aber Gott hat mehrmals eingegriffen, um seine politische Karriere und sein Leben zu retten. Das Verhalten Daniels zeigt, dass er genau wusste, dass er von Gott berufen war: Er wollte lieber sterben als ungehorsam zu sein. Gott sorgte dafür, dass Daniel dem Zorn des Königs entging und dass er statt essen sogar noch mehr Einflussmöglichkeiten und geistliche Gaben bekam. Diese Art des Glaubens, der sich als radikales kindliches Vertrauen äußert, begegnet uns selten. Das Ergebnis ist, dass auch nur wenige Christen Positionen erreichen, die mit großen Einflussmöglichkeiten verbunden sind. Zu viele gehen unterwegs Kompromisse ein und geben ihre Integrität auf. Und andere versuchen es nicht einmal, weil sie sich nicht vorstellen können, dass es überhaupt einen Weg zu diesem Ziel für sie geben kann. Eine unmögliche Aufgabe? Ich habe Daniel als Beispiel für das Engagement im politischen Leben genannt. Andere Bereiche unserer heutigen Gesellschaft sind aber noch einflussreicher. Die Kombination von Medien und Unterhaltung ist beispielsweise ein noch viel wichtigerer Machtfaktor, weil sie die Werte und die Denkweise von vielen Menschen beeinflussen kann. Bisher haben Christen relativ wenig Einfluss in diesem riesigen und einflussreichen Wirtschaftszweig (vgl. Lesetipps: Artikel von H. Röhl). Wenn ich mit Christen gesprochen habe, die dort arbeiten, dann sagten sie mir jedesmal, wie schwer es ist, Gott in diesem Bereich zu dienen. Es ist tatsächlich unmöglich - wenn Gott nicht durch seine Führung dabei hilft. Die talentiertesten jungen Künstler stehen nämlich unter einem starken Druck: Man will sie als Sexsymbole vermarkten; ihre künstlerische Botschaft wird zensiert und verwässert, weil sie unpopulär ist und sich nicht verkaufswirksam präsentieren lässt. Jeder Christ, der glaubt, dass Gott ihn in die Politik oder in einen anderen dieser wichtigen Einflussbereiche beruft, muss also wissen: Hier geht es um einen Kampf. Und dafür braucht er die volle Gebetsunterstützung seiner Gemeinde und die feste Entschlossenheit: "Ich will keine Kompromisse! Ich will Gott selbst vertrauen, dass er sich für meinen Schutz und Vorwärtskommen einsetzt!" In der Geschichte finden wir ermutigende Vorbilder für ein solches Engagement. In den meisten europäischen Nationen gab es Epochen der geistlichen Erneuerung und Reformation. In diesen Erweckungszeiten fand ein großer Anteil der Bevölkerung zum Glauben an Jesus Christus und wollte ihm konsequent nachfolgen, so dass sich in der Gesellschaft eine Umgestaltung nach dem Willen Gottes abzeichnete. So wäre beispielsweise die Neugestaltung des Sozialwesens in England während des 19. Jahrhunderts nicht möglich gewesen ohne die Erweckungsbewegungen, die dort im vorhergegangenen Jahrhundert das Land verändert hatten: Durch den evangelistischen Predigtdienst von Whitefield (1714_1770) und von John und Charles Wesley (1703_1791 bzw. 1707_1788) war der Boden vorbereitet, so dass später unter dem Einfluss von Wilberforce (1759_1833), Shaftsbury (1801-1885) und vielen anderen auch politische, soziale und rechtliche Umgestaltungen möglich waren (vgl. Lesetipps: Artikel von D. Braun). Wir sehen also: Die Neugestaltung einer Gesellschaft nach dem Willen Gottes ist zwar nicht einfach, aber durchaus möglich. Für jeden Christen, den Gott in eine Aufgabe in der Mission oder an einem anderen Platz in der Gesellschaft berufen hat, ist es deshalb gut zu wissen: Der Gott, der Daniel und Joseph, der Wesley und Wilberforce geholfen hat, ist derselbe Gott, der auch mir helfen wird! Artikel-Informationen Der Autor: Lynn Green leitet seit vielen Jahren die Arbeit von Jugend mit einer Mission (JMEM) in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika und gehört nun als International Chairperson dem obersten JMEM-Leitungsgremium an. Darüber hinaus engagierte er sich in der weltweiten Initiative March For Jesus und war der Hauptinitiator der Versöhnungsinitiative Reconciliation Walk. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern; er lebt in Harpenden (England). Übersetzung aus dem Englischen und Zusammenstellung der ergänzenden Informationen: Rolf-Dieter Braun. Erstveröffentlichung: Eine Kurzfassung dieses Artikels wurde in der Zeitschrift come** veröffentlicht (Ausgabe Nr. 1/2005). Lesetipps zur Vertiefung - Lynn Green, "Diese Botschaft gibt mir Hoffnung." Versöhnung 900 Jahre nach den Kreuzzügen, in: DER AUFTRAG* Nr. 83, S. 39 (über die Versöhnungsinitiative Reconciliation Walk) - Lynn Green, Der "heilige" Krieg der Christen. Was bedeutet Versöhnung angesichts der Kreuzzüge gegen die Muslime?, in: DER AUFTRAG* Nr. 59, S. 42 - Rudi Pinke, Wie sehr lieben Sie die Welt? Daniel als Vorbild, in: come** Nr. 2, S. 31 - Henning Röhl, Die Medien erobern. Es gibt Grund zur Hoffnung, in: come** Nr. 4, S. 52 - Henning Röhl, Fromme Filmstars - wo gibt‘s denn so was?, in: come** Nr. 6, S. 54 - Doris Braun, Was hat Erweckung mit Sozialpolitik zu tun? Das Programm John Wesleys, in: DER AUFTRAG* Nr. 64, S. 48 - Manfred Schmidt, Jesu Kampf für das Reich Gottes, in: DER AUFTRAG*, Ausgabe Nr. 76, S. 12f. - DER AUFTRAG* Nr. 63 (Thema: Mission ohne Grenzen) und Nr. 64 (Thema: Die Erlösung für unsere Gesellschaft) * Internet-Bestelladresse für Ausgaben der Zeitschrift DER AUFTRAG: www.come_magazin.de/derauftrag/ausgaben.html ** Internet-Bestelladresse für Ausgaben der Zeitschrift come: www.come_magazin.de/Service/index.php Internet-Adressen zum Artikel - Versöhnungsinitiative Reconciliation Walk: www.recwalk.net und www.ywamharpenden.org (Stichworte: “International Ministries” / “Reconciliation Walk”)
- Text der Reconciliation Walk - Versöhnungserklärung: www.religioustolerance.org/chr_cru1.htm - GGE-Initiative Versöhnungswege: www.gge_online.de/bundesweit/index4.php
- Centre for International Justice and Reconciliation (CIJR): www.cijr.org - Infos zum Thema “Transformational Business“: www.tbnetwork.org - Literaturhinweise und Texte über "Erweckung und Gesellschaftsreform": s. Textsammlung auf dieser Website (Stichwort: “Erweckung”)
Nr. 2
Reconciliation Walk ...
... ist der Name einer Versöhnungs-Initiative, die sich mit einem ganz dunklen Kapitel der Kirchengeschichte befasst: - 900 Jahre nach den Kreuzzügen haben Christen eine Versöhnungserklärung formuliert, die das Unrecht der Kreuzzüge beim Namen nennt und bedauert. - Zunächst wurde ein „Versöhnungsmarsch“ initiiert, dessen Aktionen sich über drei Jahre erstreckten. Christen aus verschiedenen Ländern folgten in mehreren Etappen der Route des ersten Kreuzzugs und gaben unterwegs überall diese Erklärung weiter. - Auch in den folgenden Jahren reisten Teams von Christen in den Nahen Osten, um dort Muslime, Juden und orthodoxe Christen persönlich kennen zu lernen und Brücken der Freundschaft zu bauen. - Der Hauptinitiator dieser Initiative ist Lynn Green. - Adresse: Reconciliation Walk, P.O. Box 61, Harpenden AL5 4JJ - Herts, UK/England; Tel./Fax: 0044-1582-766-019; E-Mail: http://www.reconciliationwalk.orginfo@oval.com und info@reconciliationwalk.org) - Internet-Adressen: www.recwalk.net und www.ywamharpenden.org (Stichworte: “International Ministries” / “Reconciliation Walk”)
Lesetipps - Lynn Green, "Diese Botschaft gibt mir Hoffnung." Versöhnung 900 Jahre nach den Kreuzzügen, in: DER AUFTRAG* Nr. 83, S. 39 (über die Versöhnungsinitiative Reconciliation Walk) - Lynn Green, Der "heilige" Krieg der Christen. Was bedeutet Versöhnung angesichts der Kreuzzüge gegen die Muslime?, in: DER AUFTRAG* Nr. 59, S. 42
* Internet-Bestelladresse: s. oben
(Diese Informationen wurden zusammengestellt von Rolf-Dieter Braun.) Nr. 3 Was meint Jesus, wenn er vom "Reich Gottes"* spricht? Andere Übersetzungsmöglichkeiten: Gottesherrschaft, Königsherrschaft Gottes Bedeutung: - Hier geht es nicht um ein räumliches Territorium, sondern um Gottes aktive Herrschaft in der Welt. - Diese Königsherrschaft geschieht, wo Menschen bewusst den Willen Gottes tun - Sie unterscheidet sich radikal von herkömmlichen Herrschaftsformen.
Beobachtungen und Anmerkungen zu den biblischen Texten (nach Dr. Karl-Heinz Michel): Mk 1,15 "Die Königsherrschaft Gottes ist nahe herbeigekommen" - eine Botschaft, die zwangsläufig auch die Gegenwart bestimmt und verändert. Mt 5,3-12 die Maßstäbe des Reiches Gottes: Demütige Armut, Sanftmut, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Reinheit, Friedfertigkeit. Mt 6,33 Die Herrschaft Gottes ist unseren ganzen Einsatz wert - und wird doch ganz geschenkt. Lk 17,20f. Jesus spricht in einer merkwürdigen Doppelheit vom Reich Gottes: es kommt sehr bald, und es ist schon da! Lk 11,20 Es ist noch geheimnisvoll verborgen, aber seine Anzeichen sind schon zu sehen. Mt 13,31.32 |