JMEM-Pressebericht vom 12.09.2005
Buntes Schlossfest in Hurlach Hurlach feierte zum dritten Mal am „Tag des offenen Denkmals" Am vergangenen Sonntag, dem 11. September, fand zum dritten Mal das Hurlacher Schlossfest im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals" statt. 10 bis 20:30 Uhr wurde ein buntes, interkulturelles Programm angeboten, das sich über 1000 Besucher angesehen haben. An den Schlossführungen nahmen etwa 380 Personen teil, die sich über die Geschichte und die momentane Nutzung des Schlosses informieren wollten, das seit 35 Jahren von dem Missionswerk Jugend mit einer Mission e. V. als Schulungszentrum genutzt. In Hurlach herrschte Hochbetrieb. Gäste aus nah und fern unternahmen einen gemütlichen Sonntagsausflug zum Schloss Hurlach. Dort wurde ihnen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Der Ritterverein 1. Lanze zu Augsburg, ein Indianerzelt, eine Hüpfburg und zahlreiche Stände, wo vom äthiopischem Schmuck bis hin zum deutschen Steak alles vertreten war, stellten das Rahmenprogramm. Unter anderem wurden musikalische Beiträge von der Schlossband, einem Musiker von den Philippinen und ein Tanz von den Cook-Islands (Pazifik) aufgeführt; dies waren besonders gelungene Farbtupfer, die das internationale Schlossleben widerspiegelten. Um 16:00 Uhr wurde der nächste Höhepunkt angeliefert: eine Kuh vom ortsansässigen Bauern Wild, die in ein Gatter geführt wurde, in dem 80 kleine Felder aufgezeichnet waren. Diese konnten vorher von Besuchern in Form von Losen für das Spiel erstanden werden. Den Kuhfladen, den die Kuh nach einiger Zeit fallen ließ, fiel in diesem Jahr auf das Feld Nummer 09, dessen Besitzer der glückliche Gewinner des Kuhfladen-Lottos wurde, und eine Familienkarte fürs Legoland in Günzburg gewann. Der gesamte Erlös des Lottos geht im übrigen an ein Projekt in Albanien, welches Witwen mit Kleinkindern unterstützt. Ein weiterer Zuschauermagnet waren die Schlossführungen, in denen die Besucher einen Einblick in das derzeitige und frühere Schlossleben erhalten konnten. Mit etwa 380 Schlossführungs-Teilnehmern wurde die eingeplante Teilnehmerzahl deutlich überschritten. Das Angebot verschiedener Themenschwerpunkten (z. B. Geschichte des Hurlacher Schlosses, die Tätigkeit des Missionswerks Jugend mit einer Mission; der Schlossbesitzer Sebastian von Pemler im 18. Jahrhundert) bei den einzelnen Führungen hat sich offenbar bewährt. Krönender Abschluss des Tages war schließlich die Serenade eines Blasensembles des Hurlacher Musikvereins – begleitet von einem kleinen Feuerwerk – die den Zuhörern vom Schlossturm aus vorgetragen wurde. Melanie Stolz Quelle: JMEM Hurlach ( www.jmem-hurlach.de ) - JMEM-Pressebericht Nr. PI-81 / 12.09.2005
Statistische Angaben vom Schlossfest 2005: Mindestens 380 Personen nahmen an den 13 Schlossführungen teil, die von JMEM-Mitarbeitern zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten angeboten wurden. Etwa 700 Steak- und Wurst-Mahlzeiten und 40 Kuchen wurden verkauft. Über 40 Kostüme wurden von den Mitarbeitern ausgeliehen, um die historische Dimension des Schlossfestes auch optisch zu unterstreichen. Aufgrund der Verkaufszahlen und weiterer Beobachtungen wurde die Gesamtzahl der Besucher, die - über den ganzen Tag verteilt - das Hurlacher Schlossfest besuchten, vom Veranstalter auf über 1000 geschätzt. Zum Vergleich die Schätzungen der Vorjahre: 2003 900 Besucher 2004 800 Besucher
Der "Tag des offenen Denkmals" Seit 1993 ist der "Tag des offenen Denkmals" der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Allein in Deutschland brachte die Aktion am 11. September 2005 über 4 Millionen Besucher auf die Beine. Überall in Deutschland öffneten Eigentümer von alten Häusern, Burgen, Mühlen oder Fabriken wieder die Türen und zeigen allen Interessierten, warum sie sich für den Erhalt der alten Gemäuer einsetzen. Etwa 7.000 historische Bauten, Parks und archäologische Ausgrabungen in mehr als 2.500 Städten und Gemeinden wurden geöffnet. Das Kulturereignis wird bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Alle Veranstaltungen, die für den am 11. September geplant waren, sind im Internet unter www.denkmalschutz.de zu finden. Das gedruckte Programm ist erhältlich bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (Koblenzer Straße 75, 53177 Bonn; Fax: 0228/3906343). Der Hurlacher Beitrag zum "Tag des offenen Denkmals", ist im Internet zu finden unter http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/by/kreis_landsberg_a._lech/hurlach
Die offizielle Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (Quelle: http://tag_des_offenen_denkmals.de/presse/pm_archiv9.html) Türen und Tore geöffnet Der Tag des offenen Denkmals 2005 Rund 4,4 Millionen Kulturbegeisterte besuchten heute bundesweit den Tag des offenen Denkmals. Trotz des teilweise regnerischen Wetters sind dies mehr Besucher als je zuvor (2004: 4 Mio.). Überall in Deutschland öffneten Eigentümer von Baudenkmalen ihre Türen und Tore und gewährten Einblick in historische Bauten, Parks, Gärten oder archäologische Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Das Motto "Krieg und Frieden" nahm Bezug auf den 60. Jahrestag des Kriegsendes, die damit verbundenen Zerstörungen und Verluste von wertvollem Kulturgut und den nachfolgenden Wiederaufbau. Doch auch weit darüber hinaus bot das Thema die Möglichkeit, Stadtbefestigungen und Burgen, Bastionen und Bunker, (Wehr)Kirchen und Friedhöfe sowie Orte von Friedensschlüssen zu zeigen und ihre Bezüge zum Motto herauszustellen. Am Morgen eröffneten Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaats Sachsen und Kulturstaatsministerin Christina Weiss auf der Brühlschen Terrasse in Dresden den Tag des offenen Denkmals bundesweit. Vor dem Hintergrund der wechselvollen Geschichte der Stadt war Dresden für das Thema "Krieg und Frieden" des diesjährigen Tags des offenen Denkmals geradezu prädestiniert. "Denkmäler sind sehr gesprächig, wenn man sich auf einen Dialog mit ihnen einlässt", so Weiss. "Sie erinnern uns daran, dass Europa, jener Kontinent, der im 20. Jahrhundert durch zwei schreckliche Weltkriege soviel Zerstörung, Vertreibung, Hass und Leid erfahren musste, dennoch aus einem dichten Netz kultureller Gemeinsamkeiten gewoben ist." Im Anschluss feierte Dresden ein buntes und fröhliches Fest, das neben den geöffneten Denkmälern im gesamten Stadtgebiet auch mit Musikdarbietungen, Mitmachaktionen und Angeboten für Kinder Tausende Besucher anlockte. Rund 80.000 Menschen nahmen die Gelegenheit wahr, Dresdener Baudenkmale in Augenschein zu nehmen und sich in zahlreichen Führungen über die Aufgaben des Denkmalschutzes zu informieren. Seit 1993 ist der "Tag des offenen Denkmals" der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. 48 europäische Länder beteiligen sich mittlerweile daran. In Deutschland waren in diesem Jahr mehr als 7.000 Bauten in rund 2.500 Städten und Kommunen zu sehen. Die Koordination des Tags des offenen Denkmals in Deutschland liegt bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Bonn/Dresden, 11.09.2005/ck
Informationen über das Missionswerk Jugend mit einer Mission (JMEM) Jugend mit einer Mission (JMEM) ist eine ökumenische und internationale Gemeinschaft von Christen, die in über 140 Ländern leben und arbeiten. Schwerpunkte der Tätigkeit von JMEM sind die Weitergabe des christlichen Glaubens, Hilfe für Menschen in Not (caritative Hilfsprojekte) und Schulung (Ausbildungsprogramme für Christen aller Konfessionen). JMEM arbeitet mit Gemeinden und Missionswerken aller christlichen Konfessionen zusammen.Das Missionswerk wurde 1960 gegründet und hat heute über 15.000 vollzeitige Mitarbeiter. Das JMEM-Zentrum in Hurlach (Oberbayern) nahm 1972 seine Arbeit auf (www.jmem-hurlach.de). In Deutschland gibt es inzwischen mehrere JMEM-Gemeinschaften (z. B. in Hainichen [Sachsen], Eutin [Holstein] und Altensteig [Schwarzwald]). Wie der Name andeutet, wendet sich JMEM v. a. an jüngere Leute und setzt das kreative Potential der Jugend für neue Wege in der christlichen Verkündigung ein. Praktika im Ausland ermöglichen eine realistische Orientierung über verschiedene Arbeitsformen zeitgemäßer Missionstätigkeit. * Informationen über Jugend mit einer Mission sind z. B. in einen Artikel im Ev. Lexikon für Theologie und Gemeinde (s. v.) zu finden.
Kontaktpersonen für eventuelle Rückfragen zu JMEM Hurlach e. V. bzw. für Fotodateien-Anforderung: - Herrn Dipl.-Theol. Rolf-Dieter Braun, Kontakt über info@jmem-hurlach.de - Herrn Dipl.-Päd. Timo Laubenheimer, Kontakt über info@jmem-hurlach.de
Anschrift und andere Kommunikationsdaten: Jugend mit einer Mission Hurlach e. V. JMEM-Pressestelle Schlossgasse 1 D-86857 Hurlach Tel. 08248-7262 Fax 08248-122-41 E-Mail: info@jmem-hurlach.deInternet: www.jmem-hurlach.de
Informationen über das Hurlacher Schloss Das Hurlacher Schloss, das in seiner langen Geschichte immer wieder den Besitzer wechselte, wurde 1898 von Otto Freiherr von Schnurbein erworben und renoviert. Durch die Erweiterungsbauten der folgenden Jahre erhielt die Anlage ihre jetzige Gestalt. Seit 1972 Jahren wird das Schloss von dem ökumenischen Missionswerk Jugend mit einer Mission (JMEM) als Schulungszentrum genutzt. In der langen Reihe der Hurlacher Hofmarksherren fällt der kurfürstliche Kammerherr Sebastian von Pemler (1718-1772) besonders auf, weil er in seinen akribisch geführten Tagebüchern der Nachwelt einiges über die Lebensweise des Landadels in seiner Zeit überliefert hat. Wer mehr über das ca. 400 Jahre alte Schloss erfahren möchten, kann es jedes Jahr am "Tag des offenen Denkmals" besichtigen. Auch beim diesjährigen Hurlacher Schlossfest am 11.9.2005 wurden den ganzen Nachmittag über wieder Schlossführungen angeboten. Dabei konnte man sich u. a. über Sebastian von Pemler, der das Schloss im 18. Jahrhundert bewohnte, und über die wechselvolle Nutzungsgeschichte informieren.
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