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Der dritte Tolkien-Film: "Die Rückkehr des Königs"
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von Jonas Bärtschi
Am 17. Dezember kommt mit „Die Rückkehr des Königs“ der dritte und letzte Teil der „Herr der Ringe“-Trilogie in die Kinos. Regisseur Peter Jackson bietet in den drei Stunden 22 Minuten ein fulminantes Finale.
Die einzelnen Erzählstränge, die bereits aus den vorhergehenden Filmen bekannt sind, erreichen in „Die Rückkehr des Königs“ ihren Höhepunkt: Der Hobbit Frodo (Elijah Wood) nähert sich dem Land Mordor, wo er den Ring des Dunkeln Herrschers Sauron zerstören soll. Und Aragorn (Viggo Mortensen), Erbe des Königreichs Gondor, legt die Waldläufer-Tarnung ab, um seine Herrschaft anzutreten und den Heerscharen Mordors die Stirn zu bieten.
„Die Chance eines Narren“
In der Zwischenzeit wird es eng für die belagerte Stadt Minas Tirith, wo der (gute) Zauberer Gandalf (Ian McKellen) den letzten Widerstand des freien Mittelerdes befehligt. Reihe um Reihe strömt Saurons Armee gegen die Stadt - begleitet von den drachenartigen Flugtieren der Schwarzen Reiter und alles zerstampfenden, riesenhaften Kriegselefanten, den Mûmakil. „Haben wir denn eine Chance?“, fragt Pippin, ein anderer Hobbit, den Zauberer. „Die Chance eines Narren“, meint dieser - und setzt unbeirrt seine Massnahmen zur Verteidigung fort.
Dieses Gefühl ist prägend für den Film: obwohl die Bedrohung fast unüberwindbar scheint, geben die Helden nicht auf. Wofür genau sie kämpfen, ist oftmals unklar: für die eigene Ehre, den Fortbestand der Menschheit - oder einfach, um Frodo für seinen Auftrag mehr Zeit zu geben. Trotzdem: wie sie in der verzweifelten Situation an ihrer Hoffnung auf den Sieg festhalten, ist inspirierend.
Die Versuchung des Bösen
Während er sich die steilen Treppen des Passes nach Mordor emporquält, hat Frodo derweil ganz andere Kämpfe zu meistern. Als Werkzeug Saurons weckt der Eine Ring selbst im Kopf des gütigen Hobbits Machtgelüste. Es wird klar: Keiner ist vor der verführerischen Stimme des Bösen gefeit. Es kommt so weit, dass Frodo dem hinterhältigen Gollum mehr vertraut als seinem treu ergebenen Begleiter Sam (Sean Astin) - und sich so beinahe ins Verderben stürzt. Doch Sam, der heimliche Held des Films, gibt nicht auf. Getrieben von seiner Liebe zu Frodo, stellt sich der Hobbit einem ganzen Wachturm Ork-Krieger. Um seinen Herrn zu befreien, vergisst er die eigene Sicherheit - und zeigt, wie man den Verführungen des Bösen am wirksamsten widersteht.
Wofür kämpfe ich?
Wer Teil eins und zwei der „Herr der Ringe“-Trilogie nicht kennt, ist in „Die Rückkehr des Königs“ ziemlich verloren. Die immensen Schlachtszenen sind beeindruckend, aber mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Ebenso mag die Buchvorlage des Oxford-Professors und gläubigen Katholiken J.R.R. Tolkien verwässert erscheinen - wobei sich Teil drei immer noch weit stärker am Buch orientiert als „Die zwei Türme“, der zweite Film.
Trotzdem: Wer sich darauf hereinlässt, entdeckt auch im letzten Teil des Fantasy-Epos reichlich Tiefgang. Der Film wirft Fragen auf, die vielen Menschen auf der Seele brennen: Wo finde ich Hoffnung? Wofür möchte ich mich ganz einsetzten? Der Film hat mir neu bewusst gemacht: Ich habe die Antwort gefunden. Der Glaube an Jesus Christus gibt meinem Leben Sinn. Ich weiss, weshalb ich hoffe und wofür ich kämpfe. In diesem Sinne ist „Die Rückkehr des Königs“ ohne Zweifel empfehlenswert.
Jonas Bärtschi
vgl. auch die folgenden Artikel in unserer Textsammlung:
Dr. Gisbert Kranz: Fantasy - etwas für Christen? http://www.ywamconnect.com/sites/jmem-hurlach/Kranz%20-%20Fantasy
Jeff Fountain: Harry Potter und die Zukunft des Westens http://www.ywamconnect.com/sites/jmem-hurlach/Fountain%20-%20Potter
Rolf-Dieter Braun: Rezension des Harry-Potter-Buchs von John Houghton http://www.ywamconnect.com/umessageboards.jsp?siteid=33223&pageid=347697&topicToDisplay=7576
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