Homepage
 
            
 
            
 
JMEM HURLACH ...........
 
Zentrum  
   Zentrum
   Fotos
   Begrüßung
   JMEM-Infos
   Das Schloss
   Info-Wegweiser
Schulungen  
   Übersicht
   SBS
   DTS
   DTS english
   SBS english
Dienste  
   Übersicht
   Äthiopien
   Frauenarbeit
   China & Mongolei
   VAA
News  
   Babys
   Die schnellen News per E-Mail
   Altes Schloss ganz neu
   Freundesbrief
   Living as People of Hope
Termine
 
Textsammlung  
   Frauenbefreiung
   Texte-Pinnwand
   Frank Bauer
   Fountain - Potter
   Kranz - Fantasy
   Hess - Freundschaft
   Tolkien 3
   Der rote Faden
   Berufung konkret
   Anbetung
   Reformator
   Berufung finden
   Horizonterweiterung
   Festes Fundament (VAA)
   Grenzen
   Denker-Cafe
   Erweckung
   Mangalwadi
   Reich Gottes
VFF-Tagung
   GROSSMANN
   Halloween
   Ethik heute
   Wertevermittlung
   DTS
   Lebensschulen
   Manila Covenant
   Loren Cunningham
Projekte  
   Tonstudio
   WET-Team
   CD's
   COME
Online Spenden
 
Presse-Texte  
   Presse-Texte
   Schloss Hurlach
   Missionswerk
   Schloss-Fest
   Statistik
   aktuell
Berichte  
   Kambodscha
   Cinderella 04
   Bulgarien VAA
   Kambodscha -Fotos
   Schlossfest
   Europa - der 8. Mai 2004
   Europa
   Konzert Juli 05
   Schlosskonzert-Fotos
   Schlossfest 2005
   Schlossfest-Bericht
Kontakt  
   e-mail
   Kontakt-Infos
   Bankverbindung
            
 
            
 
JMEM DEUTSCHLAND
 
Familiendienst
 
News D  
   Altensteig-News online
   Meldungen
   Wer sind wir?
   Willkommen bei JMEM!
            
 
            
 
JMEM INTERNATIONAL
 
YWAM Infos  
   Fotos Athen 2004
   YWAM Statistics
JMEM-Dokumente  
   Lausanner Verpflichtung
   JMEM-Werte
News YWAM  
   Foto-Seite
   Albanien
   Go Manual
   Bulgarien
   JMEM hilft in Asien
            
 
            
 
YWAM ........ ENGLISH TEXTS
 
DTS
 
YWAM teams and the tsunami
 
English texts  
   YWAMconnect
   YWAM History
   Purpose
   The Hurlach Castle
            
 
            
 
JMEM-KONTAKTE .....
 
YWAM Links
 
            
 
            
 
Impressum
 
            
 
            
 
SPECIALS:
 
naechste DTS
 
2005 Berichte
 
Pakistan-Hilfe
 
Cunningham
 
VAA Russland 2007
 
Festival
 
Romania-VAA
 
RO-Partnerschaft
 
Stuttgart - Miteinander
 
VAA in Russland
 
reformationstour
 
Schlossfest 2007
 
Europatag
 
Marriage Week
 
RO-Partner-Projekt
 
Schlossliteratur
 
Zeltstadt 06
 





Freikirchen und charismatische Bewegung  

 

Die Herbsttagung des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) in Kniebis (14.-16. Oktober 2004)

 

 

Was kann die Arbeitstagung eines Vereins, der kirchengeschichtliche und konfessionskundliche Forschung betreibt, richtig interessant und spannend machen?

 

Die Antworten werden - je nach persönlicher Interessenlage - ganz unterschiedlich sein:

 

- Für manche besteht der Wert dieser Arbeit v. a. darin, dass der VFF sich mit Gebieten befasst, die sonst von der kirchengeschichtlichen Forschung oft vernachlässigt werden.

 

- Andere kommen wegen der jeweiligen Themen; das Generalthema, das sich der VFF für dieses Symposium gestellt hatte, war sicherlich besonders spannend: "Freikirchen und charismatische Bewegung" (vgl. den unten stehenden Kasten mit den Themen aller Referate)

 

- Die Historiker, Archivare und sonstigen Vertreter der einzelnen Freikirchen erhoffen sich neue (und möglicherweise sogar horizonterweiternde) Einsichten in die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte ihrer jeweiligen Denomination.

                                               

- Andere finden es gut, dass hier auch die Erforschung von Erweckungsbewegungen eine Rolle spielt, so dass bei den VFF-Tagungen über dieses Gebiet neue und verlässliche Erkenntnisse vorgelegt werden.

 

- Und dann gibt es Teilnehmer, die sich einfach darüber freuen, dass hier Christen aus unterschiedlichen Denominationen und Bewegungen zusammenkommen, über die Konfessionsgrenzen hinweg ihre Erfahrungen und Erkenntnisse austauschen und voneinander lernen. Und das ist tatsächlich ein respektabler Grund zur Freude.

           

 

Die beiden Forschungsberichte behandelten Erweckungsbewegungen in Pommern und Wales:

 

- In den Jahren 1904 und 1905 waren auch aus Deutschland zahlreiche Theologen und Laien der Gemeinschaftsbewegung nach Wales gereist und hatten von dort starke Impulse und Erweckungserwartungen mit nach Deutschland gebracht. Dr. Reinhardt legte Ergebnisse seiner Forschungsarbeit vor und sprach über die Charakteristika dieser Erweckung, über ihre kirchliche und gesellschaftliche Folgen und über ihre Wirkungsgeschichte.

 

- Im Referat von Lic. Sommer über eine charismatisch-pietistische Erweckung in Pommern war v. a. der Hinweis interessant, dass damals eine charismatisch geprägte Frömmigkeit entstand, die folgende Charakteristika aufwies:

a) Sie entstand schon im frühen 19. Jahrhundert (also vor E. Irving und L. L. Lästadius),

b) sie entwickelte sich in Deutschland und

c) sie war vom Pietismus angeregt.

Dies wirft ein neues Licht auf die Vorgeschichte und Wesensdeutung der späteren Pfingstbewegung. 

 

 

Das Referat von Dr. Schmidgall, dem Leiter der gastgebenden Ausbildungsstätte, behandelte anhand der lukanischen Aussagen über den Heiligen Geist die Frage, ob die Pfingstkirchen berechtigte biblische Anliegen vertreten, wenn sie

a) die Erfahrung einer „Geistestaufe“ im Sinne einer “besonderen Ausrüstung zum Dienst” nach der Bekehrung erwarten und

 b) zum Teil auch lehren, dass “die Zungenrede ‘das erste Zeichen der Geistestaufe’” sei.

Zu diesem Thema gab es außerdem Gespräche in den Arbeitsgruppen und eine intensive Diskussion im Plenum.

 

 

Der Vortrag von Pfr. Dr. Spornhauer, der sich seit Jahren mit der Geschichte der charismatischen Bewegungen befasst, skizzierte die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, wie sie "von außen wahrzunehmen sind”.

 

 

Über die "Suche der 'freien Pfingstler' in Deutschland nach ihrem Platz unter den Kirchen" berichtete Dr. Eisenlöffel in seinem Referat über die Gespräche, die von pfingstkirchlichen Repräsentanten in der Zeit von 1945 bis 1985 mit verschiedenen Gremien geführt wurden.

 

 

Das Referat mit dem Titel "40 Jahre charismatische Erneuerung" war wohl deshalb besonders beeindruckend, weil der Referent selbst aktiv am charismatischen Aufbruch in Deutschland beteiligt war: Siegfried Großmann, heute Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, hatte Ende der 60iger Jahre der Pioniergemeinschaft im Schloss Craheim angehört und impulsgebende Bücher geschrieben. Gerade weil dieser Rückblick auch die unerfüllten Träume und geplatzten Hoffnungen nicht verschwieg, war sein Fazit bemerkenswert: "Der charismatische Aufbruch hat erst begonnen. Seine Bedeutung für die Welt ist bisher nur im Ansatz zu erkennen." (siehe auch unten stehenden Kasten mit Gedanken von Siegfried Großmann)

 

 

Die gelungene Moderation der Tagung mit ihren z. T. engagierten Diskussionen, die nicht immer ganz einfach zu leiten waren, lag in der Hand des VFF-Leitungsteams.

 

Die gastgebende Ausbildungsstätte, das Europäische Theologische Seminar

(ETS) der Gemeinde Gottes in Kniebis (Schwarzwald), war ein angenehmes

Ambiente für das VFF-Symposium. An einem Abend hatten die

Tagungsteilnehmer auch die Gelegenheit, sich in die Spiritualität der

Seminargemeinschaft des ETS hineinnehmen zu lassen: Sie konnten einen

Gebetsabend mit begeistertem Lobpreis und intensiver Fürbitte für muslimische

Länder miterleben.   

        

 
 

           

Autor: Rolf-Dieter Braun (50), Diplom-Theologe und Journalist, seit 1985 Mitarbeiter im Hurlacher Zentrum von Jugend mit einer Mission (JMEM), verheiratet und Vater von zwei Söhnen

 

 

 

 

Internet-Hinweise

 

Weitere Informationen über den VFF: www.freikirchenforschung.de

 

Über die gastgebende Ausbildungsstätte, das Europäische Theologische Seminar (ETS) der Gemeinde Gottes in Kniebis (Schwarzwald), kann man sich im Internet unter www.bibelseminar.de informieren.

 

                       

 

 

Die Themen der Referate beim VFF-Herbstsymposium 2004

 

 

Dr. Dirk Spornhauer (Bad Berleburg):

Charismatische Bewegung, Dritte Welle, Neue Gemeinden - Entwicklungslinien und Tendenzen. Ein Blick von außen

 

Siegfried Großmann (Seesen):

Vierzig Jahre charismatische Erneuerung: Rückblick, Analyse, Ausblick

   

Dr. Wolfgang Reinhardt (Kassel):

Forschungsbericht zur Erweckung in Wales 1904/1905: ihre Ursachen, kirchlichen und gesellschaftlichen Folgen in Wales, ihre ("charismatisch") Besonderheiten und Rätsel, ihre Auswirkungen auf allen Kontinenten und die Wirkungsgeschichte

     

Dr. Paul Schmidgall (Kniebis):

Geistestaufe nach Lukas oder Paulus? Eine pfingstliche Fallstudie zur biblischen Hermeneutik

 

Dr. Ludwig David Eisenlöffel (Schliersee):

Ortsfindung und Brückenschlag. "Freie Pfingstler" in Deutschland auf der Suche nach ihrem Platz unter den Kirchen 1945-1985

   

Lic. Gottfried Sommer (Singen):

Pfingstlicher Pietismus zu Beginn des 19. Jahrhunderts? Geistliche Aufbrüche in Hinterpommern

           

 

 

 

 

 

“Der Heilige Geist ist ein Meister der Integration ...”

 

Denkanstöße von Siegfried Großmann*

 

 

- Der charismatische Aufbruch hat erst begonnen. Seine Bedeutung für die Welt ist bisher nur im Ansatz zu erkennen.

 

- Der Begriff "Charismatische Bewegung" hat das Missverständnis gefördert, es gäbe ein Christsein mit Charismen und ein Christsein ohne Charismen. Die Charismen gehören aber zum Grundhandeln Gottes. Darum sollten wir darauf achten, wie wir über die Charismen sprechen.

 

- Integration von Geisterfahrungen und Wachstum der charismatischen Erfahrungen bedeutet u. a.: Man muss auch aus Fehlern lernen können und immer wieder einen neuen Ansatz finden. Dazu gehört auch, dass eine Gemeinde lernen muss, mit Schwierigkeiten umzugehen; sie muss unter Umständen auch das Scheitern in ihre geistliche Erfahrung integrieren können.

 

- Immer dann, wenn eine Bewegung oder eine Person nur einen Ausschnitt aus dem Ganzen der möglichen Geistwirkungen in den Mittelpunkt stellt, entsteht die Tendenz, ganz in diesem Sektor aufzugehen und alles auf diesen speziellen Ausschnitt zu beziehen. Da fehlt die korrigierenden Wirkung von Erfahrungen, die ganz anders sind. Aber das ist keineswegs nur ein Problem bei Christen, die für die Wirkungen des Heiligen Geistes offen sind: Auf diese Weise sind ja viele Überspitzungen in den verschiedenen Kirchen entstanden.

 

- Die Gaben des Heiligen Geistes haben durchaus mit der gesellschaftlichen Situation zu tun: Nicht nur die Diakonie selbst, sondern auch die Gabe des Teilens und die "Hilfeleistungen" werden in Römer 12 bzw. am Ende von 1. Korinther 12 genannt. Auch die prophetische Gabe ist auf Öffentlichkeit hin ausgerichtet: Wenn Christen das ansprechen wollen, was der Geist ansprechen will, dann werden sie auch die gesellschaftliche Öffentlichkeit erreichen; dann können sie sich nicht auf interne Kommunikation beschränken.

 

- Was wäre, wenn Gott in einer Situation, in der eine Veränderung der Politik dringend nötig ist, Menschen, die für die Gabe der Prophetie offen sind, einen Einblick in diese Zusammenhänge geben würde? Im Augenblick wäre zu vermuten, dass die Bundesregierung davon überhaupt nichts erfährt, weil das jeder nur in seiner Gemeinde oder auf seiner Konferenz verkündigt. Wir müssen uns also fragen: Wie kann es passieren, dass Anliegen Gottes, die eigentlich für die Öffentlichkeit bestimmt sind, die Öffentlichkeit gar nicht erreichen? Liegt es daran, dass wir die Öffentlichkeit nicht erreichen?

 

- Der Heilige Geist ist ein Meister der Integration. Er kann in alle kirchlichen Traditionen hineinwirken und kann überall Erneuerung bewirken. Wir Menschen haben allerdings das Problem, dass wir das Wirken des Geistes in einer anderen Tradition oft nicht erkennen.

 

- Wenn wir lernen, sozusagen "nach links und rechts" zu schauen und von unserer eigenen Erfahrung wegzublicken, dann werden wir einen großen Reichtum und eine große Vielfalt im Wirken des Heiligen Geistes entdecken.

 

 

 

* Beim Herbstsymposium 2004 des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) hat Siegfried Großmann im Rückblick auf die charismatischen Aufbrüche in den letzten Jahrzehnten einige Beobachtungen und Thesen vorgetragen; im Anschluss daran hat er seine Aussagen im Gespräch weiter erläutert. (Interviewfragen, Auswahl und Zusammenstellung: Rolf-Dieter Braun; ausführlicher Interviewtext: http://www.ywamconnect.com/sites/jmem-hurlach/GROSSMANN )

 

 

 

 

 






Edit Site | Powered by RiverLogix
©2008 News von JMEM Hurlach